Nachhaltig bauen. Mehr als nur lange Lebensdauer

Beim Bauen wie bei vielen anderen Dingen ist Nachhaltigkeit ein Begriff mit vielen Dimensionen, viele Faktoren tragen zu einer nachhaltigen Bilanz bei. Das zentrale Kriterium ist der Energie- und Ressourcenverbrauch, und das nicht nur beim Bauen, sondern über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes.

Nachhaltig durch Umbaumöglichkeit
Eine lange Lebensdauer und Beständigkeit ist nicht unbedingt eine Frage der Unverrückbarkeit - im Gegenteil. Nutzungsbedingungen und Nutzungswünsche ändern sich, gerade im Verlauf von vielen Jahrzehnten. Massivbauten mit soliden tragenden Wänden bieten sehr viel mehr Möglichkeiten, Grundrisse zu ändern und Umbauten vorzunehmen. Vielleicht sind dabei größere Anpassungen nötig, aber sie sind eben auch möglich und hinterlassen eine hochwertige Wohn- oder Arbeitsumgebung mit neuem Zuschnitt.

Nachhaltiger Kalksandstein
Kalksandstein ist aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, die weltweit praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Kalksandstein besteht aus Kalk, Sand und Wasser und wird ohne weitere chemische Stoffe hergestellt. Sand macht den größten Teil davon aus, kurze Transportwege der Rohstoffe tragen zu der guten Ökobilanz unserer Kalksandsteine bei. Für die nötige Hitze – Kalksandsteine werden in einem Druckhärtekessel, einem sogenannten Autoclaven, bei etwa 200 °C unter Dampfdruck gehärtet – setzen wir bei Schlamann die Energie aus unseren werkseigenen Windkraftanlagen ein.

Während der Nutzungszeit des Gebäudes lassen sich in der Kombination Kalksandstein plus Wärmedämmung Energieeffizienz-Standards bis hinunter zum Passivhausstandard erreichen. Der ausgleichend-kühlende Effekt in heißen Sommermonaten sorgt umgekehrt auch für einen passiven und damit kostenfreien Klimatisierungseffekt. Eine Instandhaltung und Wartung einer Kalksandsteinwand ist über die gesamte Lebensdauer nicht notwendig.Kalksandsteine sind langlebiger als die daraus errichteten Gebäude. Bei einem Rückbau, das heißt Abriss, sind sie vollständig recyclingfähig.

Nachhaltiger Porenbeton
Porenbeton besteht zu größten Teil aus quarzhaltigem Sand, dazu kommen Kalk und Zement zum Binden und ein geringer Aluminium-Anteil, der die charakteristischen Poren bildet. Der Zement seinerseits besteht zu etwa 98 Prozent aus Kalkstein. Mehr als die Hälfte der eingesetzten Energie zur Erzeugung von Porenbeton steckt schon im Ausgangsmaterial; bei der eigentlichen Herstellung im Autoclaven werden noch einmal etwa 20 Prozent der benötigten Gesamtenergie aufgebracht. Wie beim Kalksandstein stammt dieser Teil weitgehend aus unseren eigenen Windkraftanlagen.Porenbeton ist ohne weitere Maßnahmen stark wärmedämmend und sorgt damit für winterlichen Kälte- und sommerlichen Wärmeschutz. Er ist nahezu unbegrenzt haltbar, benötigt keinerlei Wartung oder Instandhaltung. Porenbeton ist recyclingfähig und kann sogar in bestimmten Anteilen neuem Porenbeton zugesetzt werden.